Albert Eckstein

Albert Eckstein wurde als erster Sohn des Zigeunermusikers Johannes Eckstein am 25. März 1913 in
Mannheim geboren.

Im Alter von 6 Jahren erlernte er selbständig das Violinspiel. Mit der Geige seines Vaters versteckte er
sich bei jeder Gelegenheit im Wald und übte in dessen Abwesenheit manchmal den ganzen Tag.

Mit 7 Jahren musste er als „Wunderkind“ in der Zigeunerkapelle seines Vaters auftreten und war schon
bald der Star der Truppe. Er erlernte nie das Spielen nach Noten, sondern spielte nur nach Gehör.
Stücke, die er hörte konnte er sofort nachspielen. Er war ein Könner.

Die Musik war es auch, die ihn 1935 nach Vöhringen an der Iller führte. Leider wurden von hier aus
seine Eltern und 9 Geschwister nach Auschwitz deportiert. Sie alle mussten dort ihr Leben lassen.
Die Musik, seine Teilnahme am Polenfeldzug und die Heirat mit der Kaufmannstochter Berta Kropp
aus Vöhringen bewahrten ihn vor dem KZ.

Nach dem Krieg baute Albert Eckstein in Vöhringen ein Haus und handelte mit Vieh und Pferden, aber die Musik und die Liebe zu den Instrumenten ließen ihn nie los. 50 Jahre lang unternahm er regelmäßig Reisen nach Italien und besuchte dort Geigenbauer und Sammler. Von diesen Reisen brachte er immer wieder wertvolle Instrumente mit.

Seine große Kennerschaft und sein Geschäftssinn waren Grundvoraussetzung für seinen Erfolg und der Grundstein für die großartige Instrumentensammlung der Albert-Eckstein-Stiftung.

Am 03. Juni 1992 verstarb Albert Eckstein bei einem Autounfall.